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Freelancer: Einzelunternehmen oder GmbH - Entscheidungshilfe

Bei einem Jahresumsatz über 150.000 Euro kann sich die GmbH für Freelancer lohnen

25.000€

GmbH Stammkapital

90.000€ Gewinn

Steuerlicher Break-Even

15%

Körperschaftsteuer

40% gesamt

Sozialversicherung Geschäftsführer

Die meisten Freelancer wechseln zu spät zur GmbH und verschenken dadurch mehrere tausend Euro jährlich an Steuern und Sozialabgaben.

Einzelunternehmen vs GmbH: Die grundlegenden Unterschiede

Als Freelancer startest du meist als Einzelunternehmer, da keine Mindestkapitaleinlage erforderlich ist. Die GmbH verlangt hingegen ein Stammkapital von 25.000 Euro, von dem mindestens 12.500 Euro eingezahlt werden müssen. Während du als Einzelunternehmer unbeschränkt haftest, beschränkt sich deine Haftung bei der GmbH auf das Gesellschaftsvermögen. Die Anmeldung eines Einzelunternehmens kostet zwischen 20 und 60 Euro, eine GmbH-Gründung schlägt mit 500 bis 1.000 Euro zu Buche. Der Verwaltungsaufwand unterscheidet sich erheblich: Einzelunternehmer geben eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung ab, GmbHs müssen eine Bilanz erstellen lassen.

Steuerliche Aspekte: Wo liegt der Break-Even?

Einzelunternehmer zahlen Einkommensteuer mit einem Spitzensatz von 45 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Die GmbH unterliegt der Körperschaftsteuer von 15 Prozent plus Gewerbesteuer, die je nach Gemeinde zwischen 7 und 17,15 Prozent liegt. Ab einem Gewinn von etwa 90.000 Euro jährlich wird die steuerliche Belastung bei beiden Rechtsformen ähnlich. Zusätzlich fallen bei der GmbH Kosten für die Buchhaltung von 200 bis 500 Euro monatlich an. Die Geschäftsführervergütung kann als Betriebsausgabe abgesetzt werden, unterliegt aber der Lohnsteuer und Sozialversicherung.

Sozialversicherung und Krankenversicherung im Vergleich

Als Einzelunternehmer bist du in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig und kannst dich privat krankenversichen oder freiwillig gesetzlich. GmbH-Geschäftsführer mit weniger als 50 Prozent Anteilen sind sozialversicherungspflichtig und zahlen etwa 20 Prozent ihres Bruttolohns für die Sozialversicherung. Der Arbeitgeberanteil von zusätzlichen 20 Prozent wird von der GmbH getragen. Diese Regelung führt zu einer monatlichen Mehrbelastung von 800 bis 1.200 Euro bei einem Geschäftsführergehalt von 4.000 Euro. Dafür erhältst du jedoch Anspruch auf Arbeitslosengeld und gesetzliche Rente.

Praktische Entscheidungskriterien für Freelancer

Die Wahl der Rechtsform hängt von deinem Jahresumsatz, deiner Risikobereitschaft und deinen Zukunftsplänen ab. Bei einem Jahresgewinn unter 60.000 Euro bleibt das Einzelunternehmen meist günstiger. Arbeitest du in haftungsrelevanten Bereichen wie IT-Sicherheit oder Beratung, bietet die GmbH besseren Schutz. Planst du Mitarbeiter einzustellen oder Investoren zu gewinnen, ist die GmbH die professionellere Lösung. Ein Wechsel vom Einzelunternehmen zur GmbH ist jederzeit möglich, kann aber steuerliche Konsequenzen haben.

Berechne zunächst deinen erwarteten Jahresgewinn und vergleiche die Gesamtbelastung beider Rechtsformen. Prüfe dabei sowohl die Steuer- als auch die Sozialversicherungskosten für deine individuelle Situation.

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